Ökobilanz der Strohbauweis im Vergleich - Architekt Dirk Scharmer

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Ökobilanz der Strohbauweis im Vergleich

Bauen mit Stroh, Holz und Lehm: unschlagbar nachhaltig und umweltfreundlich
Häuser mit Außenbauteilen aus Stroh, Holz und Lehm sind bei guter Auswahl der weiteren Ausbaumaterialien herkömmlichen Gebäuden bezüglich ihrer Ökobilanz weit überlegen. Dies kann soweit gehen, dass ein Strohhaus auch unter Berücksichtigung der Heizenergie während seiner gesamten Lebensdauer weniger Energie für Herstellung und Beheizung verbraucht, als ein herkömmliches unter ungünstigen Umständen schon bei Fertigstellung verbraucht hat.

Der Unterschied bei der Herstellungsenergie (Primärenergie- nicht erneuerbar) für 200qm Außenwand eines typischen Einfamilienhaus verglichen mit einer herkömmlichen Außenwand (2-schaliges Mauerwerk, Steinwolledämmung) zeigen hier einen Unterschied im Energiebedarf, der einer elfjährigen Beheizung entspricht.

 

Genauer Vergleich von Wandaufbauten über die gesamte Lebensdauer
Es wird der Herstellungsenergiebedarf und Transmisssionswärmeverlust von drei verschiedenen Wandaufbauten
in jeweils zwei verschiedenen Dämmqualitäten untersucht.

Dämmqualitäten
- Passivhaus Mindeststandard: U=0,15 W/m²K
- Passivhaus
gehobener Standard: U=0,105 W/m²K

Wandaufbauten
SB Kalk- Lehm
Strohballenwand mit Kalkputz außen und Lehmputz innen
HR MW
Holzrahmenbauwand mit Mineralwolledämmung
StB WDVS
Stahlbetonwand mit Wärmedämmverbundsystem auf Polystyrolbasis

Werte
QT50
Summe der Transmissionswärmeverluste während der 50 jährigen Lebensdauer des Bauteils in kWh pro qm Außenwandfläche und einem angenommenen Primärenergiefaktor der Heizungsanlage von 0,6.
PEI nre
Herstellungsenergiebedarf der Wandkonstruktion in kWh pro qm Wandfläche als Primärenergie nicht erneuerbar.

Ergebnis
Die Stahlbetonwand hat am ersten Tag ihrer Lebensdauer bereits soviel nicht erneuerbare Primärenergie verbraucht, wie die Strohwand für ihre Herstellung und fünfzig Jahre Betrieb (hier vereinfacht nur der Transmissionswärmeverlust betrachtet). Anders ausgedrückt: Die Stahlbetonwand benötigt bereits soviel Energie für ihre Herstellung, egal wie gut diese gedämmt ist, sie hat am ersten Tag schon den ökologischen Fussabdruck, den die Strohwand am Ende ihrer Lebensdauer hat. Dabei ist die der Entsorgung sogar noch außer acht gelassen, die bei der Wand aus Stroh, Holz und Lehm mit Sicherheit wesentlich umweltfreundlicher erfolgen kann.

Primärenergiebedarf von Wandkonstruktionen kombiniert mit Transmissionswärmeverlust während der Lebensdauer
 
 
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